Ca­ta­lo­gue d’oi­se­aux

Mitglieder aller Klavierklassen präsentieren Auszüge aus dem monumentalen Klavierzyklus von Olivier Messiaen.

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Neue Musik Nacht: Gesamtprogramm

Oli­vi­er Mes­sia­en (1908-1992): Aus­zü­ge aus „Ca­ta­lo­gue d'Oi­se­aux", drei­zehn­tei­li­ger Kla­vier­zy­klus (1956-58)

Der Ka­ta­log trägt eine zwei­fa­che Wid­mung: „sei­nen ge­fie­der­ten Mo­del­len, der Pia­nis­tin Yvon­ne Lo­ri­od". Lo­ri­od wur­de Mes­sia­ens spä­te­re zwei­te Frau, sie spiel­te die Ur­auf­füh­rung am 15. April 1959 in der Salle Ga­veau in Pa­ris.

aus: 1er li­v­re
„Le Lo­ri­ot“ (7.30)
Tin­gxin Zhang (Klas­se Prof. Flo­ri­an Höl­scher)

aus: 2ème li­v­re
„Le Traquet Sta­pa­zin“ (15')
Flo­ri­an Höl­scher 

aus: 3ème li­v­re
La Chou­et­te Hulot­te“ (8')
Va­le­riia Mak­sy­m­o­va (Klas­se Prof. Oli­ver Kern)

„L'A­lou­et­te Lulu“ (7.30)
Bi­an­ca Apos­tel (Young Aca­de­my, Klas­se Prof. Flo­ri­an Höl­scher)

aus: 5ème li­v­re
La Bous­car­le“ (10')
Eun­sol Park (Klas­se Prof. Oli­ver Kern)

L’Alou­et­te Ca­land­rel­le“ (5,30)
Ja­e­hyun Jeon (Klas­se Prof. Oli­ver Kern)

aus: 7ème li­v­re
Le Traquet Ri­eur“ (8')
Axel Grem­mels­pa­cher

„Le Cour­lis Cen­dré“ (10')
Yu­ting Jiang (Klas­se Prof. Eike Wern­hard)

Oli­vi­er Mes­sia­en war nicht nur ei­ner der ein­fluss­reichs­ten Kom­po­nis­ten des 20. Jahr­hun­derts, be­deu­ten­der Leh­rer und be­rühm­ter Or­ga­nist, er be­trieb über Jahr­zehn­te auch or­ni­tho­lo­gi­sche Stu­di­en. Sei­nen Feld­for­schun­gen ver­dan­ken wir die Tran­skrip­ti­on und Zu­ord­nung un­zäh­li­ger Vo­gel­ge­sän­ge, die wie­der­um eine un­er­schöpf­li­che Quel­le der In­spi­ra­ti­on für sei­ne ei­ge­nen Wer­ke wur­den - sys­te­ma­tisch in den Mit­tel­punkt ge­stellt im 13-tei­li­gen Zy­klus „Ca­ta­lo­gue d'oi­se­aux“ von 1956-58, aber auch in vie­len an­de­ren Wer­ken wie „Oi­se­aux exot­hi­ques“, „Le re­veil des oi­se­aux“ oder in der sechs­stün­di­gen Oper „Saint François d'As­si­se“ von 1983. Mes­sia­en preist die Vö­gel als die „größ­ten Mu­si­ker, die un­se­ren Pla­ne­ten be­woh­nen“, als Vir­tuo­sen, aber auch als Pro­phe­ten, als et­was Me­ta­phy­si­sches mit ei­ner di­rek­ten Ver­bin­dung zu Gott. 

TEXT: FLO­RI­AN HÖL­SCHER

„In me­lan­cho­li­schen Au­gen­bli­cken, wenn mei­ne Nutz­lo­sig­keit mir schmerz­haft be­wusst wird, wenn jede mu­si­ka­li­sche Spra­che – ob klas­sisch, exo­tisch, alt, mo­dern oder ul­tra mo­dern – für mich auf das lo­bens­wer­te Er­geb­nis ge­dul­di­ger For­schung re­du­ziert er­scheint, ohne ir­gend­ei­nen In­halt hin­ter den No­ten, der so viel Ar­beit recht­fer­ti­gen könn­te, was kann man da an­de­res tun, als nach dem wah­ren Ant­litz der Na­tur zu su­chen, das ir­gend­wo im Wald, in den Fel­dern, im Ge­bir­ge, am Mee­res­strand, un­ter den Vö­geln ver­ges­sen ruht? Für mich lebt hier die Mu­sik ...“

TEXT: OLI­VI­ER MES­SIE­AN

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