Bye­ong-Jun Nam ist ein Kom­po­nist, der sich mit den fei­nen Dif­fe­ren­zen und Span­nun­gen zwi­schen ähn­li­chen Klän­gen so­wie mit den sub­ti­len Ver­än­de­run­gen in­ner­halb wie­der­keh­ren­der Tex­tu­ren be­schäf­tigt. Sein In­ter­es­se gilt der Fra­ge, wie mi­ni­ma­le klang­li­che Ver­schie­bun­gen eine ei­ge­ne dra­ma­tur­gi­sche En­er­gie und eine exis­ten­zi­el­le Re­so­nanz ent­fal­ten kön­nen. In jün­ge­rer Zeit er­wei­tert er die­se klang­li­che For­schung zu­neh­mend in Rich­tung der Schnitt­stel­len zwi­schen En­sem­ble­ar­beit und per­for­ma­ti­ven An­sät­zen.

Im Jahr 2023 wur­de sein Cel­lo-Solo beim Gau­dea­mus Fes­ti­val Ut­recht auf­ge­führt. Dar­über hin­aus ar­bei­tet er re­gel­mä­ßig mit En­sem­bles wie dem IEMA-En­sem­ble und En­sem­ble Blank zu­sam­men und ist so­wohl in Deutsch­land als auch in­ter­na­tio­nal mit ver­schie­de­nen Pro­jek­ten und Auf­füh­run­gen prä­sent. Als Mit­glied des Per­for­mance-En­sem­bles der mo­der­nen Mu­sik­grup­pe mu­si­Con er­forscht er zu­dem neue Büh­nen­for­ma­te, in de­nen Mu­sik und Be­we­gung in ei­nen ge­mein­sa­men Aus­drucks­raum tre­ten.

Seit 2024 ist er au­ßer­dem am In­sti­tut für zeit­ge­nös­si­sche Mu­sik (IzM) der HfMDK ak­tiv, wo er als Stu­die­ren­den­ver­tre­ter des Fach­be­reichs 2 (FB2) die künst­le­ri­schen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Be­lan­ge der Kom­po­si­ti­ons­stu­die­ren­den mit­ge­stal­tet. Die­se Tä­tig­keit er­öff­net ihm ver­tief­te Ein­bli­cke in ak­tu­el­le Dis­kur­se und Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se der zeit­ge­nös­si­schen Mu­sik und er­wei­tert sein künst­le­ri­sches Um­feld er­heb­lich.

Sei­ne ers­te kom­po­si­to­ri­sche Aus­bil­dung er­hielt er bei Bo­hy­un Kim und nahm an Work­shops und Meis­ter­kur­sen von Ger­hard Stäb­ler, Kunsu Shim und Jan van de Put­te teil, die sei­ne äs­the­ti­sche Ent­wick­lung nach­hal­tig präg­ten. Der­zeit stu­diert er Kom­po­si­ti­on an der Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) bei Ul­rich Alex­an­der Krepp­ein und Orm Fin­nen­dahl, wo er an der Ent­wick­lung ei­ner ei­ge­nen mu­si­ka­li­schen Spra­che ar­bei­tet, die auf struk­tu­rel­ler und klang­phi­lo­so­phi­scher Aus­ein­an­der­set­zung ba­siert. Dar­über hin­aus er­wei­tert er sei­ne mu­si­ka­li­sche Pra­xis, in­dem er bei John Noel At­tard Kla­vier­un­ter­richt nimmt und sei­ne in­ter­pre­ta­to­ri­schen und spiel­tech­ni­schen Grund­la­gen kon­ti­nu­ier­lich ver­tieft.

Byeong-Jun Nam (1996-) ,Komponist
Byeong-Jun Nam (1996-) ,Komponist
Byeong-Jun Nam (1996-) ,Komponist