WIE MUSIK DEMOKRATIE ERFAHRBAR MACHT
Perspektiven auf demokratische Prozesse in musikalisch-ästhetischer Bildung
Welche Rolle spielen Musik, Theater und Tanz für Jugendliche in der Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und gesellschaftlichen Fragestellungen? Welche Effekte hat es, Musik zu hören, zu spielen oder sich Theater und Tanzstücke anzuschauen?
Für diese „Perspektiven auf demokratische Prozesse in musikalisch-ästhetischer Bildung“ wurde nun ein hochschulübergreifendes Projekt der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) und der Universität Kassel gefördert: Katharina Schilling-Sandvoß und Constanze Tinawi (HfMDK) sowie Susanne Dreßler, Verena Freytag und Laetitia Vögtler (Universität Kassel) untersuchen in drei Forschungsprojekten aus der Musikpädagogik und der Kulturellen Bildung heraus, was künstlerische Praxis zur Demokratiebildung beitragen kann.
Sie erforschen, wie Schüler*innen die Angebote von Differenzierung und inklusivem Musikunterricht wahrnehmen, wie sie beim Besuch von Theater- und Tanzvorstellungen die Darstellung gesellschaftlicher Themen erleben und wie sich bei ihnen die Entwicklung von Mündigkeit bei künstlerischen Angeboten im Unterricht vollzieht.
Mit einer Förderung durch das vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur ins Leben gerufene „Hessische Wissensnetzwerk“ wird die wissenschaftliche Kooperation zwischen den beiden Hochschulen vertieft und ausgebaut.
Für die HfMDK wird das Projekt von Katharina Schilling-Sandvoß und Constanze Tinawi betreut. „Wir freuen uns sehr über die Förderung durch das Land Hessen“, sagt Katharina Schilling-Sandvoß: „Uns ist es mit diesem Kooperationsprojekt wichtig zu zeigen, dass an den Hochschulen konkret zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen gearbeitet wird.“
Die Forscherinnengruppe sieht die Entwicklung und den Status von demokratischen Prinzipien als Teil von musikalischen und künstlerischen Bildungsangeboten. Im Projekt geht es ihnen darum, Zusammenhänge zu erarbeiten und damit sichtbar zu machen, damit diese öffentlich diskutiert werden können, gerade auch über den akademischen Kontext hinaus.
In der Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) heißt zu den Projekten: „Mit dem Programm „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“ unterstützt das hessische Wissenschaftsministerium exzellente Forschungsvorhaben an den Hochschulen, die in die Gesellschaft wirken, gut in der Praxis anwendbar sind und Forschende mit Akteurinnen und Akteuren vernetzen. Für die Förderlinie „Hessische Wissensnetzwerke“ haben externe Gutachtende und der wissenschaftliche Beirat des Programms fünf Projekte ausgesucht.“
Das Forschungsprojekt „Perspektiven auf demokratische Prozesse in musikalisch-ästhetischer Bildung“ das die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt gemeinsam mit der Universität Kassel durchführt, wird vom HMWK mit 69.481 Euro gefördert.
