Tipping Points: Nachholtermin für das Konzert mit Harald Lesch und Gregor Mayrhofer
Extreme Wetterereignisse, steigende Temperaturen und schwindende Ressourcen machen deutlich: Der Klimawandel ist längst Realität. Doch wie lässt sich diese komplexe Entwicklung künstlerisch erfahrbar machen? Das Gesprächskonzert „Tipping Points. Vierzehn Arten den Klimawandel zu beschreiben“ widmet sich dieser Frage und einem der drängendsten Themen unserer Zeit.
Im Zentrum steht die gleichnamige Komposition des Komponisten und Dirigenten Gregor A. Mayrhofer, inspiriert von Hanns Eisler. Darin erkundet er musikalisch die Kipppunkte unseres Klimasystems und den Klimawandel – als dynamisches Gefüge kritischer Schwellen und möglicher abrupter Veränderungen. In vierzehn musikalischen Abschnitten entfaltet sich kein narratives Kontinuum, sondern ein vielschichtiges Hören unterschiedlicher Zustände, Reaktionen und Perspektiven auf die Klimakrise.
Das Ensemble Neue Musik der HfMDK bringt neben Mayrhofers Werk auch Kompositionen von Olivier Messiaen und Franz Liszt zur Aufführung und schafft damit einen eindringlichen Klangraum zwischen Naturbeobachtung, spiritueller Aufladung und zeitgenössischer Reflexion.
Durch den Abend führt der Physiker, Naturphilosoph und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch, der für seine pointierten, verständlichen und zugleich eindringlichen Einordnungen komplexer wissenschaftlicher Zusammenhänge bekannt ist. Mit seiner charakteristischen Mischung aus analytischer Schärfe, erzählerischer Klarheit und Leidenschaft für wissenschaftliche Verantwortung schlägt er die Brücke zwischen Forschung, gesellschaftlicher Debatte und künstlerischer Erfahrung.
Die Besucher*innen dürfen sich freuen auf ein Zusammenspiel von Musik, Wissenschaft und Gespräch, das neue Perspektiven auf die ökologischen Herausforderungen unserer Gegenwart eröffnet – verständlich, vielschichtig und unmittelbar erfahrbar.
Im Vorfeld des Konzerts lädt das Green Office der HfMDK zu einem Green Talk mit Gregor Mayrhofer ein.


