The Pirates of Penzance
Fluch oder Segen? Der Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen kann beides sein. Für viele große Musiker*innen war er der erste wichtige Kontakt zur Musik überhaupt. Vor allem dann, wenn in der eigenen Familie kaum musikalische Traditionen gepflegt wurden und der Zugang zum Instrument fehlte. Darum ist die Musik in der Schule für die meisten Kinder eine der prägendsten Zeiten für das spätere Verständnis von und den Zugang zur Musik. Gute erste Erfahrungen in Theorie und Praxis spielen dabei eine wichtige Rolle.
Unmotivierte Schüler*innen und langweiliger Musikunterricht müssen nicht sein. Wie sich Musik in der Schule kreativ und lebendig gestalten lässt, lernen die Studierenden für Lehramt Musik an allgemeinbildenden Schulen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK). Und wie das aussehen und sich anhören kann, das zeigen die Sopranistin und Gesangs-Dozentin Laurie Reviol und ihre Lehramtsstudierenden im Mai an drei hintereinander folgenden Abenden. Mit der Inszenierung der komischen Operette „The Pirates of Penzance“ in zwei Akten von W.S. Gilbert (Libretto) und Arthur Sullivan (Musik). Die vierzehn Operetten von Gilbert und Sullivan waren sehr erfolgreich im Viktorianischen England und haben seitdem nichts an Beliebtheit eingebüßt.
Auf der Suche nach der gemeinsamen Vision vom Glück
Frederic ist gerade fertig mit seiner Ausbildung zum Pirat. Er weiß, es ist ein Beruf ohne Ehre. Und da ihm die Ehre das Allerwichtigste ist, plant er bald einen Berufswechsel. Nachdem Mabel sich bereit erklärt, ihn zu lieben, scheint alles perfekt zu sein. Verschiedene Lügen und überraschende Offenbarungen beschweren Frederics Weg. Was ist die ehrenvolle Lösung? Piraten mit weichen Herzen, feige Polizisten, ein Major-General, der lügt und ein Kindermädchen mit einem Geheimnis machen die Geschichte kompliziert. Am Ende siegt die Ehre und alle finden zu einer gemeinsamen Vision von Glück und aufrichtigem, britischen Leben.

