In memoriam Karl Markus

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Die Hoch­schu­le für Mu­sik und Dar­stel­len­de Kunst Frank­furt (HfMDK) trau­ert um den Sän­ger und Ge­sangs­päd­ago­gen Karl Mar­kus, der am 18. Sep­tem­ber 2026 im schwei­ze­ri­schen Wa­bern ver­stor­ben ist. Er wur­de am 7. Au­gust 1943 in Bo­cholt/West­fa­len ge­bo­ren.

Im Win­ter 1990 wur­de Karl Mar­kus als Pro­fes­sor für Ge­sang an die HfMDK be­ru­fen. Er trat da­mit die Nach­fol­ge des re­nom­mier­ten Ge­sangs­päd­ago­gen Mar­tin Gründ­ler an. Fast zwei Jahr­zehn­te lang präg­te er als Leh­rer Ge­ne­ra­tio­nen von Sän­ger*in­nen und gab sei­ne um­fas­sen­de künst­le­ri­sche Er­fah­rung und sein Wis­sen an jun­ge Mu­si­ker*in­nen wei­ter. 2008 wur­de Karl Mar­kus eme­ri­tiert.
Bis 2002 war Karl Mar­kus auch als Kon­zert­te­nor tä­tig. Mit ei­nem um­fang­rei­chen Re­per­toire, das vom Ba­rock bis zur zeit­ge­nös­si­schen Mu­sik reich­te, ge­hör­te er zu den re­nom­mier­ten Sän­gern sei­nes Fachs in Eu­ro­pa. Be­son­ders ge­schätzt wur­den sei­ne In­ter­pre­ta­tio­nen der Evan­ge­lis­ten­par­tien in den Pas­sio­nen Jo­hann Se­bas­ti­an Bachs.

Nach sei­nem Rück­zug aus dem Kon­zert­le­ben wid­me­te er sich ganz der Leh­re. Die Ar­beit mit jun­gen Sän­ger*in­nen wur­de zu ei­nem we­sent­li­chen Teil sei­nes künst­le­ri­schen Wir­kens. Da­bei ver­band er sei­ne ei­ge­ne lang­jäh­ri­ge Büh­nen­er­fah­rung mit der Auf­ga­be, mu­si­ka­li­sche und stimm­li­che Ent­wick­lung auf­merk­sam und nach­hal­tig zu be­glei­ten.
Die HfMDK er­in­nert an Karl Mar­kus, als ei­nen Sän­ger und en­ga­gier­ten Ge­sangs­päd­ago­gen, der über vie­le Jah­re Ge­ne­ra­tio­nen von Stu­die­ren­den ge­prägt hat.

Un­ser Mit­ge­fühl gilt sei­nen An­ge­hö­ri­gen.