Macht und Struktur im Theater

Cover des Buches "Macht und Struktur im Theater"
(Photo: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature)
news

Prof. Dr. Tho­mas Schmidt, Lei­ter des Mas­ter­stu­di­en­gangs Thea­ter- und Or­ches­ter­ma­nage­ment und Vor­stands­mit­glied des en­sem­ble-netz­wer­kes hat im ver­gan­ge­nen Jahr eine Stu­die in Zu­sam­men­ar­beit mit dem en­sem­ble-netz­werk zum The­ma Kunst und Macht im Thea­ter durch­ge­führt. Dar­an ha­ben 1.966 Künst­ler*in­nen und Mit­ar­bei­ter*in­nen der Thea­ter teil­ge­nom­men.

Am 16.09.2019 ist die Stu­die mit dem Ti­tel: Macht und Struk­tur im Thea­ter - Asym­me­tri­en der Macht er­schie­nen.

Das Buch hat 444 Sei­ten, und Tho­mas Schmidt un­ter­sucht dar­in in über 30 sehr dif­fe­ren­zier­ten Fra­ge­stel­lun­gen die so­zia­le Si­tua­ti­on der Künst­ler*in­nen und Mit­ar­bei­ter*in­nen an den Thea­tern, aber auch die For­men und Aus­wir­kun­gen von Macht und Macht­über­grif­fen, die im Rah­men von Pro­ben­pro­zes­sen, im täg­li­chen Ar­beits­ab­lauf, in Nicht­an­hö­rungs­ge­sprä­chen, in der all­ge­mei­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on oder hin­ter der Büh­ne statt­fin­den. Es ist die ers­te Stu­die die­ser Art in Deutsch­land und in Eu­ro­pa.

Struk­tur und Macht sind zwei prä­gen­de und mit­ein­an­der ver­knüpf­te As­pek­te des deut­schen Thea­ter­be­trie­bes. Er be­ruht auf der streng hier­ar­chi­schen Or­ga­ni­sa­ti­on von 1900 und hat seit­dem struk­tu­rell kaum Ver­än­de­run­gen er­fah­ren. Das be­ein­träch­tigt nicht nur die In­no­va­ti­ons­fä­hig­keit die­ser wich­ti­gen In­sti­tu­ti­on, son­dern führt auch zu un­an­ge­mes­sen star­ken Macht­po­si­tio­nen der In­ten­dan­ten, zu Kon­flik­ten mit den En­sem­bles und Mit­ar­bei­ter*in­nen und be­hin­dert die Ent­fal­tung und Er­neue­rung der künst­le­ri­schen Po­ten­tia­le die­ser Kul­tur­tech­nik.

Über den Au­tor