Das Tanz-Showing 2022 der GFF

Tanz
(Photo: Hansjörg Rindsberg)
Tanz
(Photo: Hansjörg Rindsberg)
Tanz
(Photo: Hansjörg Rindsberg)
Tanz
(Photo: Hansjörg Rindsberg)
Tanz
(Photo: Hansjörg Rindsberg)
Tanz
(Photo: Hansjörg Rindsberg)
Tanz
(Photo: Hansjörg Rindsberg)
Tanz
(Photo: Hansjörg Rindsberg)
news

Dé­ve­lop­pé, Fon­du, Plié – was für Lai­en nach ei­ner will­kür­li­chen Mi­schung fran­zö­si­scher Be­grif­fe klingt, sind für die ge­schul­ten Tän­zer*in­nen der HfMDK grund­le­gen­de Be­we­gungs­for­men. Sie ver­ste­hen sie blind, ha­ben sie in ih­rem Kör­per­ge­dächt­nis ge­spei­chert und ar­bei­ten an ih­rer Aus­füh­rung bis zur Per­fek­ti­on.

Beim dies­jäh­ri­gen Tanz-Sho­wing für die Mit­glie­der der Ge­sell­schaft der Freun­de und För­de­rer* der HfMDK (GFF) stell­ten die jun­gen Tän­zer*in­nen ihr Kön­nen ein­drucks­voll un­ter Be­weis. Un­ter der prä­zi­sen An­lei­tung von Tat­ja­na Var­vit­sio­tis trai­nier­ten die Stu­die­ren­den ver­schie­de­ne Übun­gen und schnel­le Wech­sel. Wozu die ré­pé­ti­ti­on, die Wie­der­ho­lung? Sie ist es­sen­zi­ell für den Tanz und ins­be­son­de­re für das Bal­lett. Ein*e Tän­zer*in wie­der­holt eine Be­we­gung so lan­ge, bis sie sich im Kör­per ein­ge­schrie­ben hat. Die Ab­fol­ge wird ver­in­ner­licht und er­fah­re­ne Tän­zer*in­nen kön­nen schließ­lich auf ein brei­tes Be­we­gungs­spek­trum zu­rück­grei­fen. Denn Tanz ent­steht erst, wenn der Kör­per For­men und Ab­läu­fe be­herrscht.

Wie das aus­sieht, zeig­ten die ver­schie­de­nen Jahr­gän­ge der jun­gen Tän­zer*in­nen beim an­schlie­ßen­den Tanz-Sho­wing: In wech­seln­den Grup­pie­run­gen oder als So­list*in­nen prä­sen­tier­ten sie den Freun­den und För­de­rern* der Hoch­schu­le ihre In­ter­pre­ta­tio­nen der Cho­reo­gra­phi­en er­folg­rei­cher Tanz-Alum­ni der HfMDK. Die dar­ge­bo­te­nen Bal­lett­va­ria­tio­nen stell­ten da­bei zu­gleich eine Sneek-Pre­view für das Win­ter­tanz­pro­jekt 2023 dar, das im kom­men­den Jahr un­ter dem Mot­to „Blick zu­rück nach vorn“ im Gal­lus­thea­ter Frank­furt statt­fin­det.

Fei­er­li­che Ur­kun­den­über­ga­be zum Tanz­preis der Alix Steil­ber­ger Kul­tur-Stif­tung

Vor dem gro­ßen Auf­tritt der Tän­zer*in­nen über­ga­ben Ste­phan Ya­na­kou­ros, Vor­stands­mit­glied der Alix Steil­ber­ger Kul­tur-Stif­tung, und Die­ter Heit­kamp, Aus­bil­dungs­di­rek­tor BA Tanz, den För­der­preis der Alix Steil­ber­ger Kul­tur-Stif­tung. Der Preis wur­de be­reits zum sieb­ten Mal an der HfMDK ver­ge­ben. Die glück­li­chen Preis­trä­ge­rin­nen 2022 sind die jun­gen Tän­ze­rin­nen Il­gim Uz und Ema­nue­la Vur­ro. Bei­de Ta­len­te freu­ten sich sicht­lich über die fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung durch  das Preis­geld und noch mehr über den Glau­ben an sie als Tän­zer*in­nen, der sich in der Aus­wahl durch die Jury ma­ni­fes­tiert. Die Preis­trä­ge­rin Ema­nue­la Vur­ro sand­te für die fei­er­li­che Ur­kun­den­ver­lei­hung ei­nen per­sön­li­chen Vi­deo­gruß.

Die dies­jäh­ri­ge Jury zum Tanz­preis der Alix Steil­ber­ger Kul­tur-Stif­tung be­stand aus zwei Ver­tre­ter*in­nen der tän­ze­ri­schen Pra­xis: Hon­ne Dohr­mann, Di­rek­tor des Tanz­ensem­bles tanz­mainz und der Cho­reo­gra­phin Pau­la Ro­so­len, ei­ner Alum­na des BA Tanz und Die­ter Heit­kamp, dem Aus­bil­dungs­di­rek­tor Tanz der HfMDK. Für ihre Be­wer­bung zeig­ten die Kan­di­da­tin­nen zwei Be­we­gungs­bei­spie­le aus Cho­reo­gra­phi­en und wei­te­res „Be­we­gungs­ma­te­ri­al“ aus dem Bal­lett oder dem Zeit­ge­nös­si­schen Tanz. Dazu stell­ten sie ihr Kon­zept für eine „Ei­gen­ar­beit“ vor und im­pro­vi­sier­ten zu ei­ner Mu­sik­vor­ga­be.

Wie Die­ter Heit­kamp be­ton­te, sind die bei­den jähr­lich ver­ge­be­nen För­der­prei­se in Höhe von je­weils 7.500 Euro für den Aus­bil­dungs­be­reich Tanz und spe­zi­ell für die Stu­den­tin­nen des Ba­che­lor­stu­di­en­gangs eine sehr gro­ße Un­ter­stüt­zung beim Über­gang vom Stu­di­um in das Be­rufs­feld - be­son­ders in den bei­den ver­gan­ge­nen Pan­de­mie­jah­ren: „Die Preis­gel­der er­mög­li­chen die Teil­nah­me an Au­di­tions in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ter Kom­pa­ni­en und den Be­such von En­sem­bles. Sie sind hilf­reich bei der Durch­füh­rung von Prak­ti­ka und der Ver­län­ge­rung von Visa. Sie wer­den ge­nutzt für Work­shops, Wei­ter­bil­dun­gen und Ar­tis­tic Re­se­arch. Sie er­mög­li­chen den jun­gen Tän­ze­rin­nen ei­ge­ne künst­le­ri­sche Krea­tio­nen und Ko­ope­ra­tio­nen, ers­te Ar­bei­ten in der frei­en Sze­ne. Die Preis­trä­ge­rin­nen kön­nen in an­de­re Län­der rei­sen, um an­de­re Tanz­kul­tu­ren ken­nen zu ler­nen.“ Ein so gu­ter Start in das Be­rufs­le­ben als pro­fes­sio­nel­le Tän­ze­rin­nen wäre ohne das gro­ße En­ga­ge­ment der Alix Steil­ber­ger Kul­tur-Stif­tung nicht mög­lich.