ABGESAGT: TIPPING POINTS. Vierzehn Arten den Klimawandel zu beschreiben
Update vom 23.06.2026
Leider müssen wir das für kommenden Sonntag, 28. Juni 2026, geplante Gesprächskonzert „Tipping Points. Vierzehn Arten den Klimawandel zu beschreiben“ verschieben.
Ausschlaggebend sind die für das kommende Wochenende angekündigten extremen Temperaturen: Die Bedingungen im nicht klimatisierten Festsaal des Casinos der Goethe-Universität sind für Mitwirkende und Publikum nicht verantwortbar.
Die Entscheidung fällt uns nicht leicht. Zugleich verweist sie auf bemerkenswerte Weise auf das Thema des Konzerts selbst: Ausgerechnet „Tipping Points“ kann aufgrund extremer Hitze nicht stattfinden. Der Klimawandel ist längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr, sondern prägt unseren Alltag – und inzwischen auch die Bedingungen für kulturelle Veranstaltungen.
Die Gesundheit unserer Studierenden, Mitarbeitenden, Künstler*innen und Besucher*innen hat für uns Vorrang.
Über einen Nachholtermin informieren wir Sie so bald wie möglich.
Bereits erworbene Tickets werden erstattet.
Pressemitteilung vom 11.06.2026
Extreme Wetterereignisse, steigende Temperaturen und schwindende Ressourcen machen deutlich: Der Klimawandel ist längst Realität. Doch wie lässt sich diese komplexe Entwicklung künstlerisch erfahrbar machen? Das Gesprächskonzert „Tipping Points. Vierzehn Arten den Klimawandel zu beschreiben“ widmet sich dieser Frage am Sonntag, 28. Juni 2026, in einer Kooperation der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) und der Goethe-Universität Frankfurt – und einem der drängendsten Themen unserer Zeit.
Im Zentrum steht die gleichnamige Komposition des Komponisten und Dirigenten Gregor A. Mayrhofer, inspiriert von Hanns Eisler. Darin erkundet er musikalisch die Kipppunkte unseres Klimasystems und den Klimawandel – als dynamisches Gefüge kritischer Schwellen und möglicher abrupter Veränderungen. In vierzehn musikalischen Abschnitten entfaltet sich kein narratives Kontinuum, sondern ein vielschichtiges Hören unterschiedlicher Zustände, Reaktionen und Perspektiven auf die Klimakrise.
Das Ensemble Neue Musik der HfMDK bringt neben Mayrhofers Werk auch Kompositionen von Olivier Messiaen und Franz Liszt zur Aufführung und schafft damit einen eindringlichen Klangraum zwischen Naturbeobachtung, spiritueller Aufladung und zeitgenössischer Reflexion.
Durch den Nachmittag führt der Physiker, Naturphilosoph und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch, der für seine pointierten, verständlichen und zugleich eindringlichen Einordnungen komplexer wissenschaftlicher Zusammenhänge bekannt ist. Mit seiner charakteristischen Mischung aus analytischer Schärfe, erzählerischer Klarheit und Leidenschaft für wissenschaftliche Verantwortung schlägt er die Brücke zwischen Forschung, gesellschaftlicher Debatte und künstlerischer Erfahrung.
Die Besucher*innen dürfen sich freuen auf ein Zusammenspiel von Musik, Wissenschaft und Gespräch, das neue Perspektiven auf die ökologischen Herausforderungen unserer Gegenwart eröffnet – verständlich, vielschichtig und unmittelbar erfahrbar.

Harald Lesch mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker



